Bio Tafeltrauben

Liebe Vorstandsmitglieder, liebe Mitglieder von Bio Aargau

Mit diesem Schreiben geben wir Auskunft über den Verlauf vom Projekt „Bio-Tafeltrauben aus dem Aargau“ und über die Verwendung des Förderbeitrages 2011. Vor einem Jahr wurden Fr. 3000.- zur Unterstützung von Kommunikationsmassnahmen bzw. Absatzförderung von regional produzierten Knospeprodukten zu Gunsten unseres Projektes gesprochen.

Projektbericht: Biotafeltrauben aus dem AargauFamilienfoto der beteiligten Produzenten

1. Namen und Adressen der beteiligten Produzenten und Handelsfirma

Familien Stadler und Brechbühl, Hof Kasteln, 5108 Oberflachs

Familie Jegge, Berghof 287, 5082 Kaisten

Familie Di Giovanna, Breitenacker 18, 5082 Kaisten

Bio Partner Schweiz AG, Staufferstrasse 2, 5703 Seon

2. Projektidee

Frische Tafeltrauben sind Vitamin- und Kraftspender und locken mit ihren saftig-süssen Beeren schon seit Jahrhunderten zum Geniessen. Da sie roh/unverarbeitet konsumiert werden, bringt die biologische Produktion ganz besondere Vorteile für die Konsumenten. Die regionale Produktion ermöglicht Frische und minimalen Transportaufwand.

Da das Kostenumfeld bei Produktion und Handel in der Schweiz sehr hoch ist, wird praktisch die gesamte konsumierte Tafeltraubenmenge aus dem Ausland importiert. Auch Biotafeltrauben stammen fast ausschliesslich aus Italien und Frankreich.

Unter diesen Rahmenbedingungen wollen wir gezielt Tafeltrauben anbieten, welche höchsten Ansprüchen an Geschmack, Frische und Ökologie gerecht werden. Dabei werden Arbeitsplätze und Wertschöpfung für die Region geschaffen.

Das gemeinsame Projekt startete im Jahr 2005 mit der Pflanzung der ersten Anlagen und soll in kleinen Schritten ausgebaut werden. Flächen sollen künftig womöglich erweitert und allenfalls neue Betriebe aufgenommen werden können.

3. Projektziele

Aus dem Aargau für die Schweiz. Die Tafeltrauben sollen möglichst regional konsumiert werden. Ein Teil wird direkt ab Hof verkauft und die übrigen Trauben via Partner aus dem Zwischenhandel effizient an Verkaufsstellen in der Deutschschweiz verteilt.

Mit robusten Sorten, welche den hohen Ansprüchen an Aroma und Frische genügen, soll ein innovatives Nischenprodukt angeboten werden.

Durch die Zusammenarbeit von momentan drei Betrieben mit unterschiedlichen Lagen und Sortenspiegeln wird eine Belieferung von ca. Ende August bis Ende Oktober angestrebt. Mit verschiedenen Kommunikationsmitteln sollen die Konsumentinnen und Konsumenten für den saisongerechten Konsum von Tafeltrauben sensibilisiert werden.

4. Verwendung der finanziellen Mittel

Die Fr. 3000.- wurden etwa je zur Hälfte für zwei verschiedene Werbe- bzw. Kommunikations-massnahmen verwendet:

Flyer „Bio-Trauben – Energiespender der Natur“

Dieser Flyer wurde komplett überarbeitet, neu gestaltet und gedruckt. Er gibt einen Überblick über die Sorten, die Herkunft und den Wert unserer Tafeltrauben. Er findet Verwendung bei allen Verkaufs- und Degustationsanlässen und begleitet jede Lieferung der Biopartner AG an die Verkaufsstellen.

Regionale Degustationsanlässe bei Verkaufsstellen

Im Raum Aargau, Zürich und Basel haben die Produzentenfamilien auf Anfrage der Verkaufsstellen 6 Deguanlässe durchgeführt. Es wurden vor Ort Degustationsfrüchte angeboten und Auskünfte zur Produktion, Herkunft, inneren Qualität usw. erteilt. Entschädigt wurden die Vorbereitungen, die Reisekosten und ein Beitrag an die aufgebrachte Zeit.

Durch Biopartner AG wurde die Wirkung der Degustationen (Bestellmengen im Vergleich zu vorher und zu früheren Jahren usw.) erhoben und ausgewertet.

5. Auswirkung der Massnahmen

Die direkten Auswirkungen der Massnahmen sind nur teilweise messbar. Die Rückmeldungen zum Flyer waren positiv. Er gibt nach dem pers. Kontakt (oder anstelle davon) die Möglichkeit, zuhause nochmals Informationen nachzulesen und erinnert an die Früchte, auch nachdem diese konsumiert sind. Die Trauben werden so auch via Zwischenhandel mit Menschen und Emotionen verbunden, was Vertrauen und Sympathie bewirken soll. Die Wiedererkennung wird besser gewährleistet und die Vorteile der regionalen Produktion erläutert.

Die Degustationsanlässe wurden im voraus angekündigt (Werbeplakat an den Verkaufsstellen), anschliessend per Fragebogen ausgewertet und grossmehrheitlich positiv beurteilt. Die Bioläden sind dankbar für die Unterstützungsmassnahmen der Produzentenbetriebe.

Biopartner AG konnte im vergangenen Jahr die gesamte Absatzmenge unserer Tafeltrauben nochmals deutlich steigern. Erfreulich ist insbesondere der stetig wachsende %-Anteil im Vergleich zum riesigen Volumen an Importtrauben. Diese positive Entwicklung hängt auch mit der jeweiligen Witterung und den Produktionsbedingungen der ausländischen Konkurrenz zusammen. Die hohe Qualität der Früchte, die kurzen Transportwege und regionale Herkunft scheinen aber bei immer mehr Konsumenten von Bio-Tafeltrauben bekannt zu sein und geschätzt zu werden.

Soweit unsere Übersicht zum Projekt. Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Im Namen der Projektgruppe, mit freundlichen Grüssen

Bruno Stadler